Links & Backlinks

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Backlink-Profile und Backlinks bewerten

Als Beispiel nehmen wir uns bewusst kein leichtes Projekt für unsere Backlink-Mission vor. Es geht um einen Online-Shop, der Vitrinen anbietet und uns beauftragt.

 

Nennen wir ihn “vitrine25.de”

 

Wir stellen uns aber vor, was in einem reinen Vitrinen-Shop unter anderem so auftaucht:

 

    • Vitrinen-Schränke
    • Hänge-Vitrinen für Wände
    • Beleuchtete Vitrinen
    • Runde und eckige Stand-Vitrinen

 

Der Shop hat insgesamt 20 Produkte, ist relativ modern und mittelmäßig beim Google Pagespeed-Test.

 

Unser Auftraggeber wünscht sich, dass wir gute Backlinks aufbauen. Er will zum Keyword “vitrine kaufen” auf Platz 1 im Google-Suchergebnis. Innerhalb von 3 Monaten. Dafür bietet er uns 1500€ Budget.

 

Wir nehmen den Auftrag blauäugig an.

 

 

Wo ist die Zielgruppe?

 

Nun sitzen wir da und kommen ins Grübeln. Wir tippen “vitrine kaufen” ins Suchfeld ein. 3 Google Ads Anzeigen springen uns ins Auge. Rechts daneben drängen sich Google-Shopping Anzeigen in unser Sichtfeld. Weiter unten kommen im organischen Bereich die großen Namen wie amazon, eBay, ikea und moebel.de auf uns zu.

 

Rufen wir es uns noch ein Mal ins Gedächtnis: Der Kunde will auf Platz 1 für insgesamt 1500€. Wir haben “Ja” gesagt. Wer Erfahrung hat, würde jetzt zurückrufen und sagen, dass es mit Platz 1 erst mal nichts wird. Warum? Weil man mit 1500€ und einem durchschnittlichen Online-Shop keinen Platz 1 zu diesem Keyword machen kann – schon gar nicht in 3 Monaten.

 

Einigen wir uns also darauf, dass wir gute Backlinks aufbauen. Dafür fragen wir uns, wo sich die Zielgruppe herumtreibt. Was bringt man in Vitrinen unter? Figuren, Modelle, vielleicht Münzen? Ja, eine gute Zielgruppe könnten Sammler sein. Jetzt hätten wir immerhin schon eine B2C-Zielgruppe.

 

Wie sieht es mit B2B-Geschäften aus? Ein Museum könnte Vitrinen nutzen. Aussteller bei Messen und Events ebenfalls. Ach, ja: Juweliere könnten auch gute Geschäftskunden sein! Mit diesen Anhaltspunkten im Hinterkopf machen wir uns an die Arbeit.

 

Bevor wir uns aber in die Recherche stürzen, prüfen wir die Domain des Vitrinen-Shops. Welche Backlinks existieren? Sind die Backlinks gut oder sollte ein Disavow gemacht werden? Wie stark ist die Konkurrenz im Bereich Backlinks? Das wollen wir jetzt herausfinden. Dafür nutzen wir heute das SEO-SpyGlass und MOZ.

 

Als Beispiel nehmen wir uns die Domain vor, die gerade den ersten Platz inne hat. Für vitrine25.de nehmen wir einen Vitrinen-Online-Shop, der etwa vergleichbar mit diesem imaginären Shop ist. Zum Schutz beider Unternehmen halten wir die echten Domains anonym.

 

Wir öffnen also unser SEO-SpyGlass und legen 1x das Platz 1 Projekt an. Wir ziehen Backlinks aus der SEO PowerSuite* Datenbank und beschränken die Backlinks pro Domain auf den Wert 1. Warum wir das tun? Weil wir mehrere Backlinks von einer Domain erst mal nicht beachten und eine konkrete Übersicht erhalten wollen.

 

Dabei wollen wir sehen, wie viele Backlinks von wie vielen Domains und IPs ausgehen.

 

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vitrine25-backlinks

vitrine25.de

platz1-domain-backlinks

Domain = Platz 1 im Suchergebnis

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Schnell wird uns bei diesen beiden Grafiken klar, dass wir in Bezug auf die Masse an Backlinks, Domains und IPs nicht mithalten können. Gehen wir das kurz im Detail durch:

 

 

Backlinks:

 

Wir haben eingestellt, dass wir pro Domain einen Backlink zählen. In dieser Übersicht ist wird das aber erst mal nicht berücksichtigt. Wir sehen hier also mehr als einen Backlink pro Domain. Der Shop auf Platz 1 hat mehr als 45 Mal so viele Backlinks wie unser vitrine25.de Shop.

 

Der Anteil der Do-Follow Backlinks ist bei beiden etwa gleich um die 80%. Das bedeutet im Umkehrschluss: Circa 20% der Backlinks von beiden Domains sind nofollow-Backlinks.

 

Ein natürliches Backlink-Profil hat eher ein 50/50 Verhältnis. In diesem Fall hier liegt nahe, dass beide Parteien Backlinks aufgebaut haben. Ob gekauft oder nicht, hinterfragen wir erst mal nicht. Merken können Sie sich schon jetzt: Beim Aufbau von Backlinks baut man nicht nur dofollow, sondern auch nofollow Links auf.

 

Wenn eine Domain 99% dofollow Links bekommt, ist das unnatürlich und es fällt den Suchmaschinen negativ auf!

 

 

Domains:

 

Unser Konkurrent bekommt von 10 Mal so vielen Domains einen Backlink, als unser vitrine25.de Shop. Wir sehen in dieser Übersicht also schon jetzt, dass wir eine sehr üppige Zahl an “sitewide-Backlinks” haben. Wie sehen wir das? Die Anzahl der Domains ist beträchtlich geringer, als die Anzahl an Backlinks. Einige Domains müssen also etliche dieser Backlinks generieren.

 

Wie kommt es dazu? Zum Beispiel über eine Sidebar oder einen Footer. Diese Bereiche der Website können Backlinks enthalten und tauchen in jedem URL der Website auf. Die Folge ist, der Backlink zählt rechnerisch nicht nur ein Mal, sondern 10 Mal oder vielleicht auch 100 Mal.

 

Ist das gut oder schlecht? Es kann sein, dass es nicht schadet und seitens der Suchmaschinen ignoriert wird, aber helfen tut es in keinem Fall. Es besteht vielmehr ein Risiko, dass diese “seitenweiten” Backlinks weniger Vertrauen bekommen oder gar als Spam gesehen werden.

 

Um derartige Vorkommnisse kümmert sich Google übrigens mit den sogenannten Penguin-Updates.

 

Für unseren Backlink-Aufbau merken wir uns: Nur einen einzigen Backlink pro Domain. Dieser eine Backlink sollte dafür in einem sehr Thema relevanten Umfeld platziert sein.

 

 

IPs:

 

Sie sehen, dass die Anzahl bei den IPs weiter schrumpft. Wie ist das zu verstehen und warum schauen wir uns das an? Nicht jeder Backlink stammt von nur einer Domain – das wissen wir bereits. Es stammt aber auch nicht jede Domain von nur einer IP oder zumindest einem C-Block.

 

Was es damit auf sich hat, lesen Sie am besten hier bei Matt Cutts über IPs und C-Blocks nach. So haben Sie ein wenig Abwechslung von meiner Schreibe und lernen zugleich einen wichtigen Aspekt bei der Analyse eines Backlink-Profils kennen.

 

Erstes Fazit:

 

Wir könnten noch Platz 2 und Platz 3 analysieren, um ein klareres Bild der Situation zu erhalten. Wir machen jetzt aber erst mal weiter und wollen wissen, ob es schädliche Backlinks bei unserer vitrine25.de gibt.

 

 

Schädliche Backlinks

 

Anhand eines InLink-Ranks oder einer Detox-Bewertung können wir uns ansehen, ob schädliche Links an Bord sind, die wir lieber abbauen oder disavowen sollten. Was meine ich mit diesen Metriken oder wie geht man damit um?

 

Diverse SEO-Tools haben ihre eigene Methodik, um schädliche Backlinks zu identifizieren. Merken Sie sich schon jetzt, dass das oftmals auch nicht korrekt ist! Schauen Sie sich die folgende Liste an. Sie zeigt URLs, die einen Backlink enthalten und darunter in grau den Ankertext. Der Inlink-Rank in der rechten Spalte, ist eine solche Backlink-Bewertung. Rot ist entsprechend bedenklich.

 

vitrine25-backlink-profil

 

Wir sollten Backlink 14 jetzt nicht automatisch abbauen oder bei Google für einen Disavow anmelden. Das macht man übrigens über folgenden URL und man benötigt Zugriff auf die Property in der Google Webmaster Tools Search Console der Domain: https://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main

 

Die schlechte Bewertung des Backlinks sollten wir uns selbst ansehen. Wir besuchen also den URL und schauen uns an, was dort vor sich geht. Werden dort massenweise Backlinks gesetzt? Ist die Seite für User komplett unbrauchbar und sinnlos? Falls ja, sollten wir diesen Backlink lieber loswerden.

 

Andere Tools, die hier auch in Frage kommen:

 

XOVI*

SISTRIX

 

 

Nachdem wir uns all das angesehen haben, machen wir uns in der nächsten Lektion auf die Suche nach neuen Backlinks.

 

 

 

 

 

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