SEO Keywords

SEO Keywords

Intention von Suchanfragen & Tipps

Zum Abschluss des Keyword-Kurses möchte ich Ihnen einige Inspirationen, Erfahrungen und Tipps aus der Praxis vermitteln.

 

Wenn Sie eine Keyword Recherche und/oder eine Keyword Analyse durchführen, werden Sie fast immer auf neue und alte Herausforderungen stoßen. Das ist nicht weiter problematisch, wenn Sie diese Maßnahmen für sich selbst, oder als Inhouse SEO für das eigene Unternehmen, durchführen.

 

Sollten Sie allerdings im Kundenauftrag tätig sein, kann sowohl die Deadline, als auch das Budget knapp werden. Am stärksten beziehe ich mich bei diesen Herausforderungen auf die schon häufiger erwähnte Suchintention.

 

Sieht das Keyword nur passend aus oder passt es wirklich zum Angebot? Das ist die alles entscheidende Frage. Bedenken Sie aber, dass es noch eine versteckte Frage dahinter gibt:

 

 

Sieht Google das genauso wie Sie?

 

Mit dieser Frage steigen wir jetzt sehr tief in den gesamten “Suche- und Finde-Prozess” ein.

 

 

Fakt ist: Die Suchmaschine hat wenig Ahnung!

 

Sie besteht aus Formeln und Gleichungen. Trotzdem tun wir Menschen, und ganz speziell SEOs, so, als wüsste die Suchmaschine alles besser. Tut sie nicht!

 

Sie irrt sich immer wieder und das auch zu unserem Nachteil. Eine Prüfung der Suchintention ist deshalb in einigen Fällen unabdingbar. Man kann menschliche Intentionen nicht in eine, wenn auch komplexe, mathematische Formel umwandeln. Es wäre schlimm, wenn das ginge.

 

Sie müssen also mit dem Keyword in die Live-Suche gehen und sich die Suchergebnisse anschauen. Was wird auf der ersten Suchergebnisseite gelistet? Sind es Bilder? Sind es Videos? Sind es informative Artikel eines Blogs? Beiträge in einem Forum? Oder sind es Produkte von Online-Shops bzw. Landingpages von Unternehmen?

 

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Je nachdem, müssen Sie abwägen, ob das Keyword überhaupt noch in Frage kommt. Wenn Produkte, also Online-Shops, deutlich in den Suchergebnissen dominieren, gilt bspw.:

Mit Ihrer geplanten Landingpage sind die Erfolgschancen gering, falls Sie kein bestellbares Produkt auf der Seite anbieten.

 

Es kommt wirklich häufig vor, dass Kunden frustriert sind. Sie versuchen “mit der Brechstange” auf Platz 1 zum Suchbegriff zu kommen. Der Schuldige ist dann gerne der SEO. Argumentieren Sie klar und sachlich, warum das so nicht geht. Stützen Sie sich auf Daten und Erkenntnisse. Belegen Sie Ihre Befunde mit Screenshots.

 

In Zusammenarbeit mit Kunden werden Sie immer wieder auf Ignoranz und Misstrauen treffen. Es gibt die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Manche wollen sich über Sie stellen und Ihnen die Kompetenz absprechen. Andere wollen es einfach nur besser wissen. Letztendlich sollten Sie einfach Ihr Bestes geben und die Lage genau analysieren.

 

Falls Sie einen Kunden aufgrund einer solchen Sachlage verlieren: Trauern Sie nicht. SEO funktioniert nur, wenn alle Beteiligten dazu bereit sind. Nicht selten brennen Menschen aus, weil sie tagtäglich mit unausstehlichen Besserwissern zu tun haben, denen bereits der größte Teil an Menschlichkeit abhanden gekommen ist.

 

 

Was will der Suchende und wie will er es?

 

Hinterfragen Sie immer, in welchem Format die Suchanfrage am besten beantwortet werden kann. Wird zum Beispiel eindeutig eine Frage gesucht, sollten Sie diese Frage auch als solche auf Ihrer Zielseite einbauen und möglichst umfangreich antworten. Mit dazu kommt der Faktor, dass Rückfragen möglich sein sollten (Forum oder Kommentarfunktion).

 

suchintention-suchergebnisse

 

Warum das so wichtig ist, erschließt sich aus der Logik: Google möchte, dass der Suchende schnell eine möglichst kompetente Antwort zu seiner Frage bekommt. Wenn der Suchende dann auch noch die Möglichkeit hat, offene Nebenfragen/Rückfragen abzuklären, ist das ganz klar ein Plus.

 

Hat er diese Möglichkeit auf Ihrer Zielseite nicht, kann sich das negativ auf Ihr Ranking auswirken.

 

 

Wie ist das möglich?

 

Nun möchte man meinen, dass Google mit seinen Algorithmen eben nur eine Maschine ist. Das stimmt, aber man sollte bedenken, welche Faktoren dabei mit zum Einsatz kommen. Ob ein Suchender eine Rückfrage stellen kann, lässt sich durch Crawler herausfinden. Schließlich wird es ein Kommentarfeld und einen Button auf der Zielseite geben, wenn das der Fall ist, nicht wahr?

 

Weitere Faktoren sind schlicht und ergreifend die Absprungrate und die Seitenverweildauer. Bleibt der Suchende mit offenen Fragen zurück, wird er die Google-Suche erneut in Anspruch nehmen oder sich ein anderes Suchergebnis vorknöpfen: Das bemerkt Google. Ihr Ziel ist also, dass möglichst niemand Ihre Zielseite schließt, weil er zurück zu Google geht, um weiter zu suchen.

 

Dieser Punkt ist einer der wichtigsten Punkte überhaupt, wenn wir heute von Suchmaschinenoptimierung reden. Diese zwei Faktoren sind maßgeblich daran beteiligt, wie gut oder schlecht eine Seite in den Suchergebnissen rankt. Das wird auch in Zukunft immer mehr Gewicht erhalten und noch detaillierter getracked + ausgewertet werden.

 

 

Was bedeutet das allgemein für die SEO?

 

Die Anforderungen für gute SEO werden nicht kleiner, sondern höher. Es ist mehr Fingerspitzengefühl, mehr Empathie und vor allem mehr Kraft, Zeit und Fleiß notwendig.

Das ist, alles in allem, gut für unseren Berufsstand. Natürlich ist enorme Aufklärungsarbeit notwendig, um Auftraggebern den Mehraufwand zu begründen und verständlich zu machen.

Sehen Sie darin jedoch eine Chance und weniger ein Hindernis!

 

Übrigens: Der YouTube-Kanal von Google Webmasters ist sehr empfehlenswert, wenn Sie up to date bleiben möchten. John Mueller versucht dort eine News-Sendung aufzubauen, die sehr informativ für SEOs ist.

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