SEO Keywords

SEO Keywords

Keyword Recherche

Keywords finden: Alles über die Keyword Recherche lernen

 

 

Heute widmen wir uns dem ersten Thema: “Keywords” bzw. “Suchbegriffe”. Über 90% der Internet-User greift über Suchmaschinen auf Websites zu. Das bedeutet: User geben ein Keyword im Suchfeld ein und besuchen erst dann eine Website, die ihnen passend erscheint.

 

Entsprechend ist es enorm wichtig, seine Website auf die richtigen Keywords auszurichten. Nur so eröffnet man sich die Chance, dass Besucher kostenlos auf das eigene Angebot aufmerksam werden.

 

 

Wie findet man die richtigen Keywords?

 

Das geht nur mit den richtigen Tools/Werkzeugen und natürlich den richtigen Fähigkeiten/Überlegungen. Es gibt viele Keyword Recherche Tools, die infrage kommen. Das allerwichtigste ist jedoch:

 

Der Keyword-Planer von Google ( https://ads.google.com/intl/de_de/home/tools/keyword-planner/ )

keyword-planner

 

Fast jedes andere Suchmaschinenwerkzeug greift auf die Datenbasis des Keyword-Planers zu. Warum? Weil Google am meisten Daten aufzeichnet und verarbeitet. Für alle Aktivitäten in Europa und den USA ist Google die Anlaufstelle Nr. 1. In Asien wird die Suchmaschine http://www.baidu.com/ interessant. In Russland die Suchmaschine https://yandex.com/.

 

 

Welche Keywords passen zur Website?

 

Das sind all jene Suchbegriffe, die das Angebot so exakt wie möglich beschreiben. Sie müssen sich also in Ihre Kunden oder das Unternehmen hineinversetzen. Sie müssen sich vorstellen können, welche Suchanfragen die Zielgruppen stellen werden.

 

Beispiel: Sie verkaufen auf einer Seite in Ihrem Online-Shop einzig und allein blaue Kaffeetassen auf einer Shop-Seite. Sie wollen, dass diese Seite Erfolg in den Suchergebnissen hat.

 

  • Falsches Keyword: Tassen
  • Eher falsches Keyword: Blaue Tassen
  • Richtiges Keyword: Blaue Kaffeetassen

 

Das ist ein sehr plakatives und eher unrealistisches Beispiel, aber es verdeutlicht was gemeint ist: Versuchen Sie Keywords zu finden, die so exakt wie möglich zum Angebot passen.

Natürlich würde man in unserem Beispiel “Blaue Tassen” nicht als komplett falsch bezeichnen. Schließlich verwenden Menschen es (oft aber nicht immer) synonym für “Blaue Kaffeetassen”. Man sollte deshalb im Hinterkopf behalten, dass “Blaue Tassen” tendenziell einen größeren Streuverlust hat, als “Blaue Kaffeetassen”.

 

Bedenken Sie: Sie haben erst dann eine Chance zum Keyword “Tassen” auf Platz 1 zu kommen, wenn sie Tassen für jeden Zweck und in allen Formen, Farben, Materialien, Mustern etc. anbieten.

 

Stellen Sie sich das so vor: Google bzw. Suchmaschinen sind eine Art Guide. Angenommen, Sie sind neu in einer Stadt und fragen diesen Guide, wo sie am besten Bücher ausleihen können.

 

Der Guide wird ihnen, wenn er ein guter Guide ist, nicht irgendeine kleine Mini-Bibliothek vorschlagen. Er wird Ihnen die Bücherei in der Nähe nennen, welche das größte Angebot an Büchern hat. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass Sie das gewünschte Buch auch wirklich finden und zufrieden nach Hause gehen.

 

Eine Website kann bei solch “großen Keywords” nur die vordersten Plätze erreichen, wenn sie einen Themenbereich möglichst komplett bzw. am umfangreichsten umspannt. Logisch oder? Schließlich ist ein großes Sortiment bzw. eine große Auswahl immer von Vorteil – ganz egal, um was es geht.

 

 

Wie häufig wird ein Keyword gesucht?

 

Das können sie mit dem Keyword-Planer ermitteln. Dieser zeigt Ihnen aber gegebenenfalls nur eine Spanne “von-bis” an. Wenn Sie eine konkrete Zahl sehen möchten, müssen Sie entweder Google Ads Kampagnen schalten oder sie nutzen ein SEO-Tool wie SEO Power Suite*, XOVI*, SEMrush* oder das keywordtool.io.

 

Beachten Sie: Das optimale Keyword hat oft nicht das höchste Suchvolumen, sondern bezeichnet ihr Angebot am besten. Man spricht hier auch von der passenden Suchintention.

 

 

Wie ist das Vorgehen bei einer Keyword Recherche?

 

Es gibt sehr viele Herangehensweisen, die je nach Projekt sinnvoll sein können. Im Folgenden liste ich Ihnen einige Optionen für die Keyword Recherche auf und beschreibe diese kurz:

 

  • Gedanken machen: Die Keyword Recherche beginnt, sobald man über das Angebot in Bezug auf Suchmaschinen nachdenkt. Welche Synonyme gibt es? Wie konkretisieren User ihre Suchanfrage (bspw. mit Longtail-Keywords und Voice-Search)?

 

  • Bestehende Rankings: Ist die Website schon online? Falls ja, können Sie über die Search Console (https://www.google.de/webmasters/ ) schon Suchbegriffe finden. Dort werden Keywords aufgeführt, zu welchen das Projekt bereits in den Suchergebnissen erscheint.

 

  • Keywords von der Konkurrenz: Mit diversen SEO Tools ist es möglich, Keywords zu ermitteln, welche die Konkurrenz nutzt. Die SEO Power Suite bietet unter anderem diese Möglichkeit.

 

  • Keyword-Planer: Beginnen Sie mit dem Hauptbegriff für das Angebot und den Synonymen dafür. Das Tool wird Ihnen Suchbegriffe vorschlagen, die damit im Zusammenhang stehen.

 

  • Inspiration & Learning: Mit diesen vier Schritten sind Sie bereits deutlich tiefer in die Materie eingetaucht. Wahrscheinlich haben sie bereits nicht erwartete Suchbegriffe entdeckt. Mit diesen Inspirationen können Sie nun fortfahren.

 

  • Kombinieren: Starten Sie neue Abfragen, indem Sie die Hauptkeywords (nachfolgend X) mit Begriffen erweitern. Das kann zum beispiel sein: “X kaufen”, “X bestellen”, “X shop”, “X anbieter”, “X hersteller”, “X günstig”, “X preiswert”, “X dienstleister” usw.

 

 

  • Sammeln sie alle Keywords zusammen, die Ihnen auf den zweiten Blick relevant erscheinen.

 

 

Was unterscheidet die Keyword Analyse von der Keyword Recherche?

 

Bei der Recherche suchen und sammeln sie alle Keywords, die für Ihr Angebot interessant sind. Die Analyse begutachtet daraufhin unter anderem Sinn, Zweck, Wertigkeit und Intention der Keywords. Bei der Recherche ist also der erste bzw. zweite Eindruck entscheidend.

 

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Erst, wenn Sie analysieren, prüfen Sie die Keywords ganz im Detail auf Relevanz!

 

 

Welche Keyword-Recherche-Methoden gibt es?

 

Um interessante Keywords zu finden, gibt es viele Herangehensweisen und Methoden. Im Folgenden liste ich Ihnen einige davon auf:

 

  • Keyword-Planer
  • Wortmixer
  • Keyword-Kombination
  • Autocomplete Tools
  • Frage-Tools
  • Konkurrenz-Tools
  • Ähnliche Fragen
  • Search Console
  • Analytics
  • Trends

 

Nun fragen Sie sich vielleicht, warum der Keyword-Planer von Google Ads nicht reicht? Bei einer Keyword-Recherche geht es um Tiefe. Der Planer schlägt unbestritten viele und interessante Keywords vor. Allerdings gibt es weitaus mehr zu entdecken. Sie möchten schließlich auch:

 

  • Long-Tail-Keywords (Keywords bestehend aus 3 Wörtern oder mehr)
  • Frage-Keywords (für FAQs, Glossare, Blog-Beiträge)
  • Kombinationen, die der Keyword-Planer nicht aufzeigt

 

Diese Keywords bekommt man nur, wenn man zusätzliche Recherche-Methoden nutzt. Beachten Sie, dass darunter wahre Schätze sein können, denn die meisten fangen mit dem Keyword-Planer an und hören damit auch auf.

w-fragen-suchbegriffe
W-Fragen-Ergebnis bei Abfrage zu “Tasse” bei answerthepublic (funktioniert nicht zu 100% akkurat)

 

Wenn Sie durch tiefere Recherchen Keywords finden, die kaum jemand auf dem Radar hat, kann eine Optimierung deutlich erfolgreicher sein. Schließlich kann nur jemand mit Ihnen konkurrieren, wenn er diese Keywords auch kennt.

 

 

Herausforderungen einer Keyword-Recherche:

 

Komplexe Angebote sind jene, die nur in ganz bestimmten Fällen und für ganz bestimmte Zwecke interessant sind. Hier muss sehr tief recherchiert werden, um überhaupt Suchbegriffe und Suchvolumen zu finden.

 

Erklärungsbedürftige Angebote sind Produkte oder Leistungen, die zwar gesucht werden, aber sehr informationslastig sind. Um die “harten” Keywords ringt sich eine Schar von Longtails und Fragen. Dabei die richtigen Kombinationen zu finden und zusammen zu setzen, kann sehr herausfordernd sein.

 

Stark diversifizierte Angebote sind derartig speziell, dass nur eine ganz kleine Zielgruppe danach sucht. Wie diese Zielgruppe sucht, beschränkt sich meist sogar auf nur eine handvoll Keywords. Diese zu bestimmen ist nicht leicht.

 

Angebote ohne Suchanfragen können ganz unterschiedlich sein. Es können Weltneuheiten sein, die niemand kennt. Es können aber auch Angebote sein, die niemand braucht oder zumindest davon ausgeht. Recherchen laufen fast immer ins Leere. Man sucht und sucht, aber wird nicht fündig.

 

Alles in allem sind sehr große und umfangreiche Projekte eine große Herausforderung. Wer sich selbst mit dem Angebot nicht auskennt, muss viel lesen und lernen. Die gefundenen Keywords dann aufzuteilen, erfordert viel Fingerspitzengefühl.

 

Was heutzutage immer wichtiger wird, ist die Suchintention. Oftmals reicht es nicht, Keywords als gut zu bezeichnen, weil man subjektiv diesen Eindruck hat. Man muss die Suchmaschine schon besuchen und den Begriff eingeben.

 

Die besten Suchergebnisse zeigen, ob das jeweilige Keyword überhaupt zum Projekt passt. Wie lange es dauert, bis man das bei hundert Keywords geprüft hat, kann sich jeder ausrechnen.

 

Bei intensiven Recherchen kommt es nicht selten vor, dass 10.000 bis 50.000 Keywords in Listen entstehen und letztendlich nur 300 bis 1000 Keywords davon in Betracht kommen.

 

 

Was zeichnet eine gute Recherche von Keywords aus?

 

-> Großer Recherche-Aufwand: Etliche Kombinationen und Synonyme werden auf unterschiedliche Weise abgefragt.

-> Konzentrierte Keyword-Auswahl: Tausende bis zehntausende Keywords werden aufwändig manuell gesichtet und gewählt.

 

 

Last but not least:

 

Keyword Recherchen werden immer noch gerne unterschätzt. Sie sind aber für ein Web-Projekt jeder Art essentiell und sollten zur Basis aller Dinge gehören. Bevor also irgendetwas online gestartet wird: Keyword Recherche machen!

 

Wer denkt, dass man dabei nur ein paar passende Begriffe im Keyword Planer eingibt, irrt sich. Das reicht heutzutage nicht mehr, denn die Konkurrenz schläft nicht.

 

Keyword Recherchen sind ein aufwändiger und mühseliger Prozess. Offen gesprochen ist das eine sehr trockene und zähe Arbeit. Wer schaut sich schon gerne tausende Keywords in Tabellen an und ergründet deren Sinn?

 

Wer es auf die leichte Schulter nimmt, sollte es unbedingt ausprobieren: 6 bis 12 Stunden sind kein seltener Aufwand dafür.

 

Ich möchte hier niemandem die Freude daran nehmen. Schließlich ist genau diese Tätigkeit als Keyword Experte meine Haupttätigkeit. Mir ist es wichtig, dass jeder ein realistisches Bild davon hat und den Anspruch dieser Arbeit verstehen und würdigen kann.

 

Sie können Keyword Recherchen in etwa wie die Suche nach einem Standort verstehen. Wenn sich der Standort als unvorteilhaft herausstellt, wird dort auch keine Fabrik gebaut oder gekauft. Genau so sollte man es auch im WWW sehen.

 

 

Zusammenfassung

 

Erstens: Machen Sie sich Gedanken um das Angebot. Welche Produkte und Dienstleistungen werden überhaupt vom Projekt angeboten? Wie werden die Dienstleistungen und Produkte gesucht? Gibt es alternative Schreibweisen und Synonyme? Notieren Sie die Ideen am besten mithilfe eines Tabellen-Programms wie Excel oder Google-Tabellen.

 

Zweitens: Nutzen Sie ein Tool Ihrer Wahl für die Recherche. Fangen Sie am besten mit dem Keyword Planer von Google an bzw. nutzen Sie diese Funktion, falls Sie im Tool integriert ist. Fragen Sie dort die “großen Keywords” ab. Geht es um Kaffeetassen, fangen Sie mit “Kaffeetassen” an. Geht es um Lebensversicherungen, fangen Sie mit “Lebensversicherungen” an.

 

Drittens: Sollte diese erste Recherche keine Keywords hervorbringen, gehen Sie eine Stufe nach oben. Sie müssen also notgedrungen allgemeiner werden. Das heißt, Sie suchen “Tassen” anstatt “Kaffeetassen” oder Sie suchen “Versicherungen” anstatt “Lebensversicherungen”. 

 

Viertens: Durchsuchen Sie die Ergebnisse und wählen Sie alle Keywords aus, die Ihnen sinnvoll erscheinen. Denken Sie dabei immer an die Produkte, den Anbieter und die Zielgruppen. Hinterfragen Sie kurz, ob es passen könnte. Wenn ja, sammeln Sie das Keyword in einer Liste.

 

Fünftens: Jetzt haben Sie bereits einen kleinen Fundus an Keywords. Mit diesen Suchbegriffen erhalten Sie meist neuen Input. Es kann ein Synonym sein, an das Sie noch nicht gedacht haben. Vielleicht wird auch mit Begriffen in englischer Sprache gesucht, obwohl es um deutsche Suchanfragen geht?

 

Sechstens: Vertiefen Sie die Recherche mit diesen Synonymen und Begriffen. Nun sollten Sie schon einige neue Keywords gefunden haben, mit denen Sie noch einiges anstellen können.

 

Siebtens: Geben Sie die Begriffe mit den höchsten Suchvolumina in ein Autocomplete-Tool und ein Frage-Tool ein. Zusätzlich können Sie diesen Vorgang mit Synonymen und weiteren Begriffen wiederholen. Achten Sie darauf, dass Sie bei diesen Tools bewusst allgemein bleiben – sonst finden Sie wahrscheinlich nichts.

 

Achtens: Falls Ihr Tool Keywords der Konkurrenz einholen kann, versuchen Sie das auch. Sie können dies auch schon zu Beginn probieren (erster Schritt). Falls Sie eine Lücke entdecken, die Ihnen neu ist, wiederholen Sie die voran genannten Schritte mit diesen Begriffen.

 

Neuntens: Sie können nun auch noch mit einem Wort-Mixer oder einem Wort-Kombinator arbeiten. Geben Sie die wichtigsten Begriffe in einer Spalte ein und schreiben Sie andere Begriffe in die andere Spalte, mit der die Begriffe kombiniert werden sollen. Denken Sie dabei an die wahrscheinlichsten Wörter, wie “anbieter”, “verkäufer”, “shop”, “guide”, “bestellen”, “berater”, “beratung”, “dienstleister”, “geschäft”, “laden” und so weiter. Je nachdem, was zum Projekt passt, versteht sich.

 

Nun sollten Sie eine ordentliche Keyword-Liste beisammen haben, mit der Sie in die Keyword-Analyse einsteigen können.

Dazu dann mehr in der nächsten Lektion.

2 Kommentare

  1. vatershafs@gmail.com

    Hervorragend 🙂 der Inhalt ist hochwertig, vielen Dank.

    • Tobias Schiller

      Herzlich willkommen und gern geschehen! 🙂 Ich versuche mein Bestes und freue mich, wenn Ihnen der Inhalt gefällt.
      Viele Grüße und vielen Dank für Ihr Feedback!

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