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SEO Audit & Prüfung OnPage

 

Ein SEO Audit bzw. eine OnPage- oder auch OnSite-Prüfung ist ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung.

Ein Großteil der Anfragen teilt sich in Keyword-Recherchen & Analysen oder eben in SEO Audits auf, wenn man als “Offhouse SEO” tätig ist.

 

Es ist also immens wichtig, die Bestandteile, Vorgehensweise und Fallstricke einer solchen SEO-Prüfung zu kennen.

 

 

Was ist ein SEO Audit?

 

Mithilfe eines SEO Audits werden alle URLs eines Web-Projektes erfasst und auf SEO-Faktoren hin überprüft. Das Ziel ist dabei, ein Web-Projekt möglichst fehlerfrei und so SEO-freundlich wie möglich zu gestalten. Ein solches Audit folgt der Auffassung, dass ein fehlerfreies und Suchmaschinen-konformes Web-Projekt mehr Chancen auf höhere Positionen in den Suchergebnissen hat.

 

Zu prüfende Faktoren sind beispielsweise: Fehlende oder doppelte Meta-Daten, Duplicate Content, kaputte Links, nicht erreichbare Einzelseiten, einzigartige URLs, Geschwindigkeit und vieles mehr.

 

Ergebnis eines SEO Audits
Ergebnis eines SEO Audits: Jetzt gilt es, diese Faktoren zu bewerten, zu priorisieren und zu beheben.

 

Neben dem Begriff “SEO Audit” wird auch Folgendes gebraucht: SEO Prüfung, OnPage Audit, OnSite Audit und InPage Audit bzw. Prüfung.

 

Alle Begriffe meinen prinzipiell dasselbe.

 

 

Ablauf von SEO Audits

 

Diverse Tools helfen dabei, einen ersten Überblick zu gewinnen. Welches Tool Sie nutzen wollen, hängt weitestgehend von persönlichen Präferenzen ab. Ich selbst nutze seit 2015 die SEO Power Suite*. Dieses Tool ist zwar auch nicht fehlerfrei, aber ich mag die Unabhängigkeit mit Live-Abfragen.

 

Anderweitige Tools wurden bereits im Keyword-Kurs erwähnt. Hierzu zählt zum Beispiel XOVI*, Sistrix und Ryte*. Unabhängig vom genutzten Tool, wollen wir uns nun dem konkreten Ablauf widmen. Dieser ist selbstverständlich nicht in Stein gemeißelt und kann unter Umständen je nach Projekt variieren.

 

 

Erster Schritt

 

Im ersten Schritt wird die Website mit einem SEO Tool gescannt. Während diese automatische Fehlerprüfung läuft, sollten Sie die Website mit Ihren eigenen Augen besuchen. Prinzipiell empfehle ich immer, dass man sich das Projekt nicht nur als SEO, sondern auch als Kunde ansieht.

 

Bei OnPage Prüfungen hilft ein Google Webmaster Tools Zugriff (Search Console) und/oder Google Analytics Zugriff enorm! Fragen Sie nach “Lesezugriff” beim Auftraggeber nach. Ihr Ziel im ersten Schritt des SEO Audits ist die Erhebung einer möglichst umfassenden und korrekten Datenbasis.

 

Das bedeutet:

 

-> Sie wollen erstens: alle Einzelseiten des Web-Projektes erfassen.

-> Zweitens: sämtliche verfügbaren SEO-Faktoren jeder Einzelseite durch das Tool prüfen lassen

 

 

Zweiter Schritt

 

Sobald Sie diese Daten zusammengetragen haben, können Sie die Befunde untersuchen und auswerten.

 

Dabei geht es vor allem um folgende Fragestellungen:

 

-> Sind die angezeigten Fehler oder Probleme wirklich problematisch?

-> Was genau ist an diesen SEO-Faktoren problematisch?

-> Was genau verursacht diese Problematik?

-> Worin steckt wirklich Potenzial und wie kann es priorisiert werden?

-> Wie viel Zeit wird es in Anspruch nehmen, um diese Aufgaben umzusetzen?

-> Wer kann oder könnte diese Aufgabe umsetzen? Sie selbst?

 

Werfen Sie dabei immer einen echten Blick mit Ihren eigenen Augen auf das zu untersuchende Projekt. Es macht einen großen Unterschied, ob man nur Daten in Tabellen ansieht, oder den Internet-Auftritt selbst. Dabei verhält es sich in etwa so, wie bei einem Telefonat im Vergleich zu einem 4-Augen-Gespräch.

 

Sollten Sie bereits HTML-, CSS- oder sogar PHP-Kenntnisse mitbringen, nutzen Sie auf der Website auch die Console des Browsers. So können Sie den Code der Seite ansehen und entdecken vor allem im <head> </head> Bereich etwas Auffälliges. Sie aktivieren diese Console meist mit “Rechtsklick -> Element untersuchen”.

 

Kennen Sie sich in diesem Bereich nicht aus? Kein Problem!

Das ist nicht unbedingt erforderlich (aber von Vorteil).

 

 

Dritter Schritt

 

Zuerst wurden die Daten gesammelt. Daraufhin wurden die Probleme analysiert und Erkenntnisse gewonnen. Jetzt geht es darum, die Befunde den Verantwortlichen zu veranschaulichen.  Bewährt hat sich die Nutzung von Microsoft Word und Excel. Andere wiederum nutzen Google Docs bzw. Tabellen.

 

relevanz-seo-faktoren
Auszug aus einem Onpage-Katalog. Domains geändert. Eine manuelle Gegenüberstellung aus maschinell gesammelten Daten. Dazu gab es noch schriftliche Ergänzungen, die aufgrund der Übersichtlichkeit ausgespart wurden.

 

Google Docs und Tabellen sind von Vorteil, wenn mehrere SEOs oder Marketing-Mitarbeiter Input in ein gemeinsames Dokument fließen lassen.

 

Manchmal wird es vielleicht auch von Ihnen gefordert, die Erkenntnisse zu präsentieren.

 

Wichtig: Nutzen Sie in jedem Fall einfache Sprache.

Kommunizieren Sie simpel, aber dennoch klar, stark und deutlich.

 

Natürlich wollen wir alle gerne unseren Wortschatz präsentieren, um unsere Kompetenz und Bildung zu unterstreichen. An allererster Stelle steht jedoch, dass die Verantwortlichen verstehen, wie es um die SEO des Web-Projektes steht. Machen Sie klar:

 

-> Ihre genutzten Quellen (Tools)

-> Welche Faktoren untersucht wurden und welche nicht (warum nicht?)

-> Welche Faktoren höchste Priorität haben und welche eher unwichtig sind (mit Begründung)

-> Wer diese Optimierungen vornehmen könnte: Ist eine Programmierungsaufgabe, können Sie es selbst oder muss ein Texter ran?

 

Immer gut ist auch ein kleiner Bericht in Textform. Eine halbe oder ganze DIN A4 Seite, auf welcher Sie kurz schriftlich zusammenfassen, wie das Audit abgelaufen ist und welchen Eindruck Sie von diesem Projekt gewonnen haben.

 

 

SEO-Audit Basics – Zusammenfassung

 

Für die erste Lektion dieses Kurses ist das erst einmal das Wichtigste. In der nächsten Lektion werden wir uns auf einige Probleme, häufige Missverständnisse und das Feintuning konzentrieren.

Als grobe Checkliste, liste ich Ihnen nun nochmals die Basics auf:

 

 

Erstens:

 

Entscheiden Sie sich für ein SEO Tool oder mehrere SEO-Tools. Normalerweise reicht ein professionelles und umfangreiches Tool. Das kostet auch monatlich Geld, aber diese Investition ist es wert. Bedenken Sie, dass sonst kaum Investitionen anfallen. Sie brauchen keine Maschinen, Rohstoffe, Lagerflächen oder ähnliches.

 

Wenn das Tool also 50€ – 150€ pro Monat kostet, dann ist das nicht schlimm.

 

Ich würde schon so weit gehen und sagen: “Es ist Ihre Pflicht, ein solches Tool zu nutzen, wenn Sie mit SEO Geld verdienen, professionell arbeiten und ernst genommen werden möchten.”

 

Abgesehen davon sparen Sie sich eine Menge Zeit und Nerven. Bevor Sie mit SEO-Audits anfangen, sollten Sie sich mit dem Tool vertraut machen. Es stehen bei fast allen Tools kostenlose Testphasen zur Verfügung. Probieren Sie es einfach aus.

 

 

Zweitens:

 

Schauen Sie sich viele Web-Projekte an! Dazu sollten Blogs, Online-Shops und Portale zählen. Vielleicht haben Sie ja eine eigene Website, an der Sie die Tools ausprobieren können? In jedem Fall sollten Sie ein Gespür dafür bekommen, wo häufig Fehler auftreten.

 

Sie lernen dadurch auch, welche Web-Projekte trotz viele Fehler sehr erfolgreich sind (die gibt es zu Hauf!). Machen Sie nicht den Fehler, dass Sie SEO-Audits nach “Schema F” durchziehen. Das machen heute noch immer sehr viele Agenturen und SEOs so:

 

Sie erstellen einen Katalog, der quasi ein “Copy & Paste” eines SEO-Tools ist. Darin wird jeder noch so kleine Fehler aufgelistet und mit einer ellenlangen Philosophie breit getreten. Das zeugt nicht von Erfahrung und SEO-KnowHow.

 

Sie tun dem Auftraggeber damit auch keinen Gefallen: Schließlich hält er sich dann mit der Bereinigung von SEO-Faktoren auf, deren Auswirkung quasi gleich 0 ist. Ihr Auftrag ist es, dem Auftraggeber die Probleme aufzuzeigen, aber dann auch abzuleiten, was wirklich effektiv ist!

 

Hier gehen die Meinungen unter SEOs mit Sicherheit auseinander, aber ich empfehle, bei den erfolgreichsten Playern im Online-Business ein SEO-Audit zu machen: Sie werden immer und überall “Fehler” finden. Ein Profi kann jedoch unterscheiden, was sich lohnt und was nicht.

 

Das lernt man jedoch nur durch Praxis, Praxis, Praxis. Wenn Sie in ein SEO-Tool investieren, haben Sie allerdings auch die Möglichkeit zum Ausprobieren. Schließlich brauchen Sie keine Genehmigung, um ein SEO-Audit durchzuführen. Machen Sie also einfach welche zu Forschungszwecken.

 

 

Drittens:

 

Große Datenmengen stellen Sie am besten in Tabellen dar. Erklärungen und Erläuterungen können gut in einem Dokument untergebracht werden.

 

Stopfen Sie also Dokumente nicht mit Tabellen voll. Ein gutes SEO-Audit ist nicht nur vollständig, gut erklärt und priorisiert – es ist auch übersichtlich, ansprechend und leicht verständlich.

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