SEO-Begriffe Glossar

Keyword Recherche:

Die zielgerichtete Suche nach Keywords, die für ein Web-Projekt bzw. dessen Angebot interessant sind; auch als Keyword-Suche oder fälschlicherweise als Keyword-Analyse bezeichnet.

Die Keyword Recherche umfasst: Die Erörterung von Keywords (Suchbegriffen). Die Suche (Recherche) nach Synonymen, alternativen Schreibweisen und Ausdrucksweisen sowie Kombinationen. Die Ermittlung von Frage-Keywords und Longtail-Keywords.

Keyword Analyse:

Die Auswertung, Begutachtung und Sortierung von Keywords, die durch die Keyword Recherche gefunden wurden. Fälschlicherweise oft mit Keyword Recherche gleichgesetzt.

Die Keyword Analyse bewertet, welche der gefundenen Keywords für welche Einzelseite des Web-Projekts in Frage kommen. Dabei erfolgt ein Keyword Mapping und es werden gleichartige Keywords zu logischen Gruppen formiert. Die Hinterfragung der Suchintention hinter einem Keyword spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in diesem Prozess.

Keyword Map:

Bestandteil der Keyword-Analyse. Begriffe werden zueinander passend gruppiert, was man auch gerne als Keyword Mapping bezeichnet. Synonyme hierfür wären die Bildung von Keyword-Gruppen oder auch Keyword-Sets. Der Sinn dieser Maßnahme liegt in der Strukturierung von Keyword-Listen und der Ableitung von Optimierungsmaßnahmen pro Seite.

Keyword Dichte:

Ein Wert der in Prozent angegeben wird. Dieser errechnet sich so:

(Keyword-Vorkommen im Text / gesamte Textmenge) *100 = Keyword-Dichte

Nehmen wir an, ein Keyword kommt 12x im Text vor. Der Text umfasst insgesamt 700 Wörter, also (12/700)*100 = 1,71 %

Heutzutage ist das nur noch eine ganz grobe und fast schon veraltete Orientierung für SEO Texte. Allein nach dem Keyword-Dichte-Faktor sollte nicht mehr optimiert werden!

Landingpage:

Eine Einzelseite (mit eigenem URL), deren Aufbau, Struktur, Inhalt und Funktion einzig und allein auf die Generierung von Konversionen ausgerichtet ist. Konversionen können bspw. Kontakt-Anfragen, Registrierungen oder Bestellungen sein.

Backlink:

Ein Link, den ein Web-Projekt außerhalb des eigenen Einflussbereiches zum eigenen Web-Projekt setzt. Dies ist normalerweise als Empfehlung zu verstehen.

Interner Link:

Ein Link, den ein Web-Projekt innerhalb einer eigenen Einzelseite zu einer anderen eigenen Einzelseite setzt. Dies dient zur Verknüpfung von bereits verfassten thematischen Zusammenhängen. Zudem wird eine Einzelseite als informativer angesehen, wenn diese mit sinnvollen internen Links angereichert wird.

Deeplink:

Wird häufig im Zusammenhang mit Linkbuilding und Content-Marketing verwendet. Ein Deeplink ist ein Backlink und zeigt, wie der Name schon sagt, tief in die Struktur eines Web-Projekts hinein. Dadurch sollen vor allem Crawler der Suchmaschinen mitten in das Herz eines Web-Projektes geschickt werden. Deeplinks stärken in der Regel bestimmte URLs, die sonst über die Haupt-Domain (Startseite) oder auch Kategorien kaum zu erreichen sind.

Content:

Alle Inhalte, die eine Webseite dem gewöhnlichen User anzeigt, ohne dass dabei zusätzliche Tools zum Einsatz kommen.

Suchvolumen:

Wie häufig ein bestimmtes Keyword bzw. Suchbegriff innerhalb eines definierten Zeitraums über eine definierte Suchmaschine gesucht wird.

Link-Juice:

Wird im Bereich Offpage- und OnPage-SEO sowie der Website-Hierarchie verwendet. Link-Juice ist ein eher verspielter Begriff, der die Weitergabe von Autorität und Popularität zwischen einem URL und einem anderen URL beschreibt.

Trustflow:

Eine Metrik des SEO-Tools “Majestic”. Es ist ein Indikator für Vertrauen in Bezug auf die Backlinks einer Domain. Der Wert gibt also an, ob Ihre Backlinks tendenziell gut oder schlecht wirken.

Domain-Autorität:

Ein Wert, der die Machtstellung und gewissermaßen auch die Glaubwürdigkeit einer Domain abbilden möchte. Institutionen berechnen diesen Wert auf unterschiedliche Weise. Häufig spielt die Anzahl der Backlinks eine Rolle und ebenfalls die Popularität der Backlink-Domains.

Cross-Linking:

Steht ebenfalls im Zusammenhang mit Cross-Selling. Beim Cross-Linking geht es um die Verlinkung weiterer Beiträge unter einem Beitrag. Beim Cross-Selling werden unter einem Produkt weitere Produkte angeboten.

Link-Baiting:

Ein altbekanntes Spiel: Unterschiedliche Website-Betreiber verlinken von Ihrer Domain zu einer anderen. Diese andere Domain verlinkt wiederum zurück usw. Ziel ist der Aufbau von möglichst vielen Backlinks. Gerne entfernt der Initiator einige Zeit später seinen Backlink, sodass seine Domain mehr Backlinks erhält, als dass sie Backlinks gibt. Eine häufige Praxis die auch für Likes und Abonnenten bei YouTube oder Instagram genutzt wird.

Bad Neighborhood:

Begriff im Bereich der Off-Page SEO. Genauer gesagt geht es um Backlinks. Bad Neighborhood drückt aus, dass eine Domain sich in schlechter Nachbarschaft befindet, sprich, einige üble Backlinks erhält. Das kann zufällig durch Spam passieren. Es kann aber auch mutwillig entstehen, wenn ein SEO sog. Blackhat Methoden anwendet, um bspw. die Domain eines Konkurrenten zu diskreditieren.

Disavow:

Wenn das Backlink-Profil einer Domain einige negative, bösartige und spammige Backlinks aufweist, werden diese Backlinks bei Google eingereicht. Beim Disavow bittet man Google darum, diese Backlinks nicht zu bewerten und nicht zu berücksichtigen.

Traffic:

Die Besucherzahlen einer Domain. Es wird dabei nicht berücksichtigt, wie häufig die gleichen Personen wiederholt zu den Besuchern zählen.

Kanal/Kanäle (Channel/Channels):

Begriff des Online-Marketings. Kanäle oder Channels sind Vertriebswege. Ein Online-Shop nutzt bspw. Amazon als zusätzlichen Channel, um seine Produkte zu verkaufen. Im SEO können es Channel für Traffic sein. Bspw. unterscheidet man, ob Besucher über Google-Werbung oder über organische Suchergebnisse auf eine Website kommen.

Dwell-Time (Seitenverweildauer):

Wie lange sich ein User auf einer Seite aufhält, bis er wieder zurück zu den Suchergebnissen navigiert. Google misst diese Zeitspanne und bezieht diese in die Qualität-Bewertung Ihrer Suchergebnisse mit ein. Ein User, der mit dem Suchergebnis zufrieden ist, kehrt schließlich kaum zur Suche zurück.

CTR (Click through rate):

Dieser Wert spielt besonders in den Suchergebnissen, aber auch allgemein in der Online-Anzeigenwerbung eine Rolle. Der CTR errechnet sich wie folgt: (Anzahl der Klicks / Impressionen)*100 = CTR

Die Impressionen geben die Gesamtzahl der User an, die ein Suchergebnis bzw. eine Werbeanzeige gesehen bzw. angezeigt bekommen haben (im sichtbaren Bereich). Der CTR gibt wieder, wie viele dieser User mit der Anzeige bzw. dem Suchergebnis interagiert (geklickt) haben.

Dieser Messwert will ausdrücken, wie attraktiv ein Suchergebnis bzw. eine Werbeanzeige gestaltet ist. Je höher der CTR, desto ansprechender ist das Medium, welches den Usern angezeigt wurde.

Die CTR wird von Zielgruppen-Faktoren und User-Intentionen beeinflusst. Ein hoher CTR erfordert also nicht nur ein passendes Medium, sondern auch eine optimale (segmentierte) Zielgruppen-Ansprache.

ROI (Return on investment):

Kurz und plump: Anfangs eingesetztes Budget (Eigenkapital) im Verhältnis zum Gewinn. Gerne für SEA benutzt, um oberflächlich zu bewerten, ob eine Werbe-Kampagne erfolgreich war oder nicht.

Impressionen:

Sie auch Click-through-Rate. Impressionen geben die Anzahl wieder, wie oft ein Werbemittel Usern angezeigt worden ist.

Traffic-Value:

Die Anzahl der Website-Besucher aus der organischen Suche über ein bestimmtes Keyword wird mit dem dafür notwendigen Werbe-Budget bei Google Ads verglichen. Wenn also 100 Besucher organisch (also durch SEO) über ein Keyword gewonnen werden, das bei Google Ads (SEA) pro Klick 1€ kostet, wäre der Traffic-Value = 100€.

Absprungrate (Bounce rate):

Der Anteil der Besucher einer Website, der die Website wieder verlässt, ohne auf jener Website einen Klick ausgeführt zu haben.

Toxische Links:

Backlinks, die sich schädlich auf eine Domain auswirken, weil die Backlink-Quelle von den Suchmaschinen als Spam angesehen wird. Wird bei der Begutachtung eines Backlink-Profils geprüft.

Black-Hat SEO:

Wenn SEO im Star Wars Universum spielen würde, wären Black-Hat SEOs die Sith. Sie bedienen sich (oder empfehlen) Praktiken, die dem Internet als ganzem und/oder Konkurrenten teils beträchtlichen schaden zufügen, um für eigene (oder Kunden) Projekte mehr Erfolg in den Suchmaschinen zu erreichen.

White-Hat SEO:

Bezogen auf den Star Wars Vergleich, sind die White-Hat SEOs die Jedis. Sie wenden (empfehlen) nur Praktiken an, die bspw. mit den Google Webmaster Guildlines konform gehen. White Hat SEO Maßnahmen wollen das Internet als Ganzes und das eigene (Kunden) Projekt auf faire Weise verbessern. Dabei werden Konkurrenten nicht bösartig angegriffen.

Alt-Text (Alternativer Text):

Im Code einer Website wird ein Alt-Text folgendermaßen eingefügt:

<img src=”URL zum Bild” alt=”Text, der das Bild beschreibt”>

Ein alternativer Text steht, wie der Name schon sagt, als Alternative zur Verfügung, wenn das Bild nicht dargestellt werden kann. Dementsprechend sollten Alt-Texte auch gestaltet werden: Sie beschreiben als Ersatz, was auf dem nicht darstellbaren Bild zu sehen wäre.

Redirects (Weiterleitungen):

Der Befehl an einen Server, beim Abruf einer bestimmten Ressource (bspw. URL) oder Ressourcen-Art (Subdomain) eine Weiterleitung zu einer bestimmten anderen Ressource oder Ressourcen-Art einzuleiten. Hierbei handelt es sich um eine technische SEO-Maßnahme.

Clickbaiting:

Ein Medium bewusst so zu gestalten, dass es Neugierde weckt und somit Menschen zu einem Klick bewegt, obgleich die Gestaltung des Mediums irreführend ist und nicht existente Inhalte suggeriert.

KPI (Key Performance Indicator):

Ein wichtiger Begriff im SEO-Business. Professionelle Kunden werden mit Ihnen als SEO zum Beginn einer Zusammenarbeit diese sogenannten KPIs definieren und vereinbaren wollen. Das kann zum Beispiel die Verdoppelung des Traffics, die Erhöhung der Conversion-Rate um X% oder die Steigerung der Sichtbarkeit um X% (Achtung: siehe “Sichtbarkeit” unten) innerhalb eines fixen Zeitraumes sein.

Customer Journey:

Spielt bei der OnPage-Analyse eine Rolle. Mit diesem Begriff kommen allerdings UX-Designer oder Web-Developer häufiger in Kontakt, als SEOs. Man beobachtet (bspw. in Google Analytics), welche Einzelseiten einer Website der Kunde besucht. Auf dieser Reise beobachtet man zum Beispiel: Beliebte Einstiegsseiten, unbeliebte Ausstiegsseiten, gute Conversion-Seiten usw. Daraus lässt sich ableiten und weiter erörtern, an welcher Stelle Probleme bestehen, die behoben werden müssen, um den Umsatz bzw. die Conversions weiter zu steigern.

Conversion (Konversion):

Conversions wurden in diesem Glossar schon oft erwähnt, weil sie eine maßgebende Rolle im Online-Marketing spielen. Conversions definieren jenes Ereignis oder mehrere Ereignisse, die ein Online-Business für sich als einen wirtschaftlichen Wert definiert hat. Klassisch ist damit der Verkauf, also die Bestellung, eines Produktes gemeint. Moderner sind zum Beispiel Erstellungen von User-Accounts oder Anmeldungen für Newsletter.

Sichtbarkeit:

Sichtbarkeit im SEO gibt an, wie sichtbar ein Web-Projekt im Internet bzw. in den Suchergebnisseiten (SERPs) ist. Dabei ist allerdings penibel darauf zu achten, auf welche Keywords sich diese Sichtbarkeit bezieht.

SEO Tools beobachten häufig mehrere hunderttausend gesuchte Keywords und berechnen mithilfe dieser Basis die Sichtbarkeit bzw. einen eigenen Index für Web-Projekte.

Eine Sichtbarkeit sollte aber, wenn überhaupt, nur an jenen Keywords gemessen werden, die als wertvoll für ein Web-Projekt definiert wurden. Das ist verständlicherweise aber nur individuell und mit Aufwand möglich. Auf Platz 8 zu Keyword X ist ein Web-Projekt weniger sichtbar, als auf Platz 1, weil nur ein Bruchteil der Suchenden zu Platz 8 scrollt/swiped.

Entsprechend ist die Sichtbarkeit durchaus ein Erfolgsfaktor, wenn sie sich auf wertvolle Keywords bezieht. Leider werden hier häufig noch Fehler gemacht, die einem SEO zum Nachteil gereichen können.